Anknüpfen an das alte neue Leben

Fast zwei Monate bin ich nun wieder in Deutschland. Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht, jede Menge Freunde wieder gesehen und einige Dinge gemacht, auf die ich in Uganda verzichten musste, wie zum Beispiel Sport.

Nach der anfänglichen Euphorie, vieles, sozusagen, zum ersten Mal wieder zu machen, kam schnell eine tiefgründige Ernüchterung. So hatte ich doch angenommen, dass mein altes Leben mit Freunden, sportlichen Aktivitäten etc. einfach weitergehen würde und sich über das Jahr nichts verändern würde. Vielleicht habe ich damit sogar Recht behalten, was jedoch viel wichtiger und entscheidender ist, sind meine eigenen persönlichen Veränderungen. Ich meine die Erfahrungen, Erlebnisse und neuen Ansichten, die mich über 365 Tage geprägt und verändert haben.

Es hat einige Wochen gedauert bis ich erkannt habe, dass es mir sehr viel schwerer fällt als erwartet, mein Jahr in Uganda zu verarbeiten. Und noch einmal eine Woche mehr bis mir klar geworden ist, wie hart es für mich ist wieder Fuß in Deutschland zu fassen und an meinem alten Leben irgendwie anzuknüpfen.

Seit ich wieder in Deutschland bin ist Uganda, auch wenn ich körperlich nicht mehr dort bin, täglich in meinem Alltag integriert. So viele Erinnerungen schießen mir dann und wann plötzlich durch den Kopf und ich höre die Stimmen von Henry und Molly als ständen sie direkt vor mir.

Da ich mich seit August die meiste Zeit in einer Übergangsphase (zwischen Uganda und Studium) befunden habe, hat dies sehr schnell dazu geführt, dass ich mich verloren zwischen zwei Welten gefühlt habe. Im Geiste in Uganda, jedoch zu weit weg um dort zu sein, aber ebenso nicht frei genug, um mich voll auf Deutschland einzulassen. Als würde ich auf dem mittleren letzten vorhandenen Brett einer Hängebrücke in einer Schlucht schwanken, unfähig vor oder zurück zu gehen.

Es ist schwer mit Leuten darüber zu sprechen, die nicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Familie, Freunde und Bekannte können sich schwer vorstellen, wie ich mich fühle und viele Gespräche sind demnach sehr oberflächlich und quasi im Alltag inklusive.

Als wir vor zwei Wochen unser letztes Seminar gehabt haben und rückblickend auf unsere Erfahrungen schauten, habe ich mit vielen Rückkehrern darüber sprechen können, was sehr gut getan hat. Auch die Teamer(Seminarleiter) haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Manche finden sofort zurück in ihr altes Leben und bei anderen dauert es länger wieder Fuß zu fassen, wie bei mir zum Beispiel.

Wenn ich auf die letzten 1,5 Jahre zurück schaue, auf meine Vorbereitungen und auf das Jahr in Uganda, so ist die jetzige Phase wohl mit am schwierigsten. Ich meine damit das Loslassen und bewusste Abschließen des Jahres, mir klar zu werden, dass Uganda nun vorbei ist und jetzt der nächste Abschnitt kommt.

In dem Zusammenhang ist es auch ganz gut, dass ich seit fünf Tagen in Aachen wohne und den Kopf etwas freier bekomme und mich langsam auf mein Studium einstellen und freuen kann.

Trotzdem fehlt mir Uganda, das tolle Nachtleben von Kampala, die vielen netten Menschen, Luwero, Molly und ihre Familie, die Schule und die Schweine.

Es bleibt abzuwarten, wann mich das nächste Mal ein Flugzeug nach Entebbe fliegen wird…

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Bye bye my love…

…ein Jahr rum – 365 Tage Uganda.
Meine letzten Tage hier stehen ganz im Zeichen des Abschieds nehmen. Gestern hat die Schule für mich eine Party veranstaltet. Mittags haben die Schüler für mich mehrere Lieder gesungen („Bye bye Basti“) und abends hatten wir ein schönes Dinner mit allen Lehrern. Besonders der Abschied von den Schülern ist sehr bewegend gewesen und wird mir sicher noch lange hinterher hängen.
Heute Abend werde ich ein letztes Dinner mit meiner Gastfamilie haben. Ich bin eben mit Janette und Penina auf dem Markt gewesen und habe Fleisch, Bananen, Reis und Erdnüsse gekauft. Zusammen mit Molly werden sie das Essen bis heute Abend vorbereiten.
Nach dem Mittagessen werde ich dann morgen Luwero verlassen und die letzten zwei Nächte in Kampala verbringen. Lang werden sie sicher nicht werden, denn natürlich müssen noch mal alle tollen Clubs, Bars und Restaurants abgeklappert werden.

Ihr seht, mein freiwilliges soziales Jahr steht kurz vor seiner Vollendung. In vier Tagen fliege ich wieder nach Deutschland und somit in die Heimat.
So kurz vor dem Abschied gehen mir unglaublich viele Dinge durch den Kopf. Ich blicke natürlich auf die letzten zwölf Monate zurück und erkenne etwas wehmütig, dass mein toller Lebensabschnitt „Uganda“ nun vorbei ist. Ganz genau realisiert habe ich das noch nicht – viel zu sehr fühle ich mich zu Hause hier. Aber die Gewissheit rückt mit jedem Tag unaufhaltsam näher.
In solchen Phasen des Abschieds fragt man sich natürlich auch „wie hätte es anders laufen können?“ oder „was wäre gewesen, wenn….“. Ganz ehrlich, ich hätte mir meine Zeit in Uganda nicht besser vorstellen können. Es hat so ziemlich alles funktioniert und geklappt, wie ich es mir ausgemalt habe. Sicher, es waren auch harte Zeiten dabei, wo ich öfter an zu Hause gedacht habe und alles sehr vermisst habe. Aber ich denke, dass gehört einfach dazu und jeder Freiwillige macht solche Erfahrungen.
In diesem Zuge wird mir auch bewusst, was ich mir eigentlich für eine Herausforderung zugemutet habe. Ein komplettes Jahr in einem fremden Land zu leben, neue Menschen und neue Kulturen kennen zu lernen, getrennt von Familie und Freunden. Das habe ich definitiv unterschätzt.
Nun gut :-)
Einen letzten Eintrag werde ich noch schreiben, bis dann schließlich dieser schöne Blog ein Ende finden wird.
Bis dahin macht’s gut ihr Lieben ;-) !

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Der rasende träge-Alltag-Effekt…

…beschreibt diese gewisse Gewohnheit, die einem den Alltag eintönig aber auch absolut schnelllebig vorkommen lässt.

Denn was mir wirklich auffällt ist, dass ich mich mehr in meinem ugandischen Alltag befinde als je zu vor. In den letzten Wochen bzw. Monaten hat meine Umgebung und meine Projektarbeit für mich eine derartige Selbstverständlichkeit erreicht, dass ich quasi durch die Tage fliege. Ich näher mich nun unweigerlich dem Abschied sagen und meiner Rückkehr nach Deutschland. Noch knappe fünf Wochen verbleiben mir und ich weiß gar nicht genau, wie ich mich fühlen soll: Traurig, weil ich so viele tolle Menschen und eine unvergessliche Zeit zurücklassen werde – Freudig, weil es nun wieder in die Heimat geht und meine Freunde und Familie wieder sehen werde?! Ich denke es ist ein guter Mix aus beidem, wobei momentan die Vorfreude noch überwiegt!

Wie die Überschrift es schon erahnen lässt, ist die Lage hier relativ entspannt. Ich habe zwei entspannte Wochen im Mai in Jita’s Haus verbracht und den Luxus, den Kühlschränke, Waschmaschinen, eine Dusche etc. mit sich bringen sehr genossen.

Ein bisschen getrübt wurden die Wochen durch eine Pilzinfektion im linken Gehörgang, die ich mir wohl irgendwie beim Rafting im Nil eingefangen habe. Diese hartnäckige Infektion hat sich als sehr schmerzhaft und widerstandsfähig gezeigt und mir mindestens die erste komplette Woche ein monotones Hörvermögen verschafft. Da dies allerdings meine erste wirkliche Erkrankung in Uganda gewesen ist, habe ich es sehr gelassen genommen. Trotzdem war es nicht gerade angenehm, wenn man gerade in ein neues fremdes Haus zieht und die ganzen Geräusche der Nachbarn überhaupt nicht zuordnen kann. Andererseits hatte es auch positive Effekte, wenn ich zum Beispiel mit Gara (Jita’s Hündin) Gassi gegangen bin: ein einziger Kopfhörer genügte und die vielen Kinder, die mir hinter riefen, verstummten augenblicklich :-) !

Der Übergang vom westlichen Luxus- zu meinem afrikanischen Standartleben ist mir dann erstaunlicherweise echt leicht gefallen. Zwar verzichtet es auf diverse Privilegien dafür gestaltet es sich als erheblich bescheidener und somit unkomplizierter, was ich sehr angenehm finde. Einzig und allein meine Ernährung ernüchtert mich des Öfteren: in Luwero gibt es nur eine sehr beschränkte Auswahl an Lebensmitteln. Dies hat zur Folge, dass ich quasi jeden Tag mehr oder weniger das gleiche esse. Immerhin habe ich mir ein Glas Nutella gegönnt, was ich nun jeden Morgen mit leckerem Weißbrot verköstige!

Seit je her habe ich in der Schule viel Zeit den Schweinen gewidmet. Außerdem haben Henry und ich die Klassenräume der Primary 1 und 2 gestrichen. Ganz wunderschön sehen sie jetzt aus – ähnlich, wie wir beide nach dem Streichen.

Die Wochenenden verlaufen mehr oder weniger gleich: Freitag oder Samstag fahre ich nach Kampala und genieße mit Jana, Andy etc. die Stadt und das Nachtleben. Diese gewisse Atmosphäre des Auf Wiedersehen Sagens liegt schon in der Luft, deswegen nehmen wir jetzt noch mal alles mit, was geht.

Die nächsten Wochen bieten noch einige kleinere Highlights: am ersten Juliwochenende haben wir unser letztes Seminar, wo wir uns mit allen deutschen Freiwilligen und unserer ugandischen Organisation noch einmal treffen und das ganze Jahr auswerten werden. In der folgenden Woche startet an unserer Schule ein Workcamp, ähnlich wie die Camps im vergangen Jahr, nur dieses Mal mit europäischen Freiwilligen. Für ganze drei Wochen werden die Freiwilligen dann in Luwero campieren und gemeinsam mit ugandischen Freiwilligen wieder neue Schulgebäude errichten. Und schließlich werden Jana, ein paar andere Leute und ich noch eine Woche nach Ruanda fahren und uns den kleinen Staat anschauen.

So werden meine verbleibenden Wochen aussehen…

Nebenbei finde ich es etwas schade, dass meine Berichte nur noch relativ oberflächlich das Geschehene wieder geben. Ich hoffe es ist nicht all zu langweilig ;-) . Es tut sich einfach bei mir nicht mehr viel, was mir Stoff geben würde, um andere Themen aufzugreifen und tiefgründiger zu schreiben. Aber ich denke, das ist der ganz normale Verlauf eines Auslandsjahresblog ;-) !

Zwei letzte Berichte werden folgen!

Bis dahin

cheers

p.s.: auf dem Foto sind Mama Basti, Basti und ich (eine Mutter hat ihren Sohn nach mir benannt ;-) , leider mag er mich überhaupt nicht und hat geschrien, als ich mal ein Foto mit ihm alleine machen wollte^^ Sachen gibts…)

Eine Mutter, die ihren Sohn nach mir benannt hat ;-)...

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Uganda im Mai & “walk to work”

Mai: Geburtstag, Muttertag, Frühling, die letzten Wochen vor den Sommerferien…so auch quasi für mich in Afrika.

Seit ca. 10 Tagen ist meine Schwester wieder in Deutschland und unser Urlaub nur noch Erinnerung. Sie hat mich für zwei Wochen im April besucht und ich habe mit ihr das Land bereist, viel gefeiert und Spaß gehabt. Wir haben eine Safari in den Murchisonfalls-Nationalpark gemacht, bei der wir jede Menge Nilpferde und Elefanten gesehen haben. Ganz beeindruckend sind die Murchison-Fälle gewesen, wo der Nil 45 Meter eine 6 Meter breite Felsspalte hinunter fällt. Sehr laut, sehr viel Wasser und sehr einschüchternd.

Weitere Highlights waren auf jeden Fall das Schimpansen-Trekking(eine zwei stündige Urwaldwanderung, wo wir Schimpansen gesucht haben und beobachten konnten) und ein Pärchen junger Löwen, die Geschlechtsverkehr hatten. Als wir die beiden bei dem Akt der Lust ertappten, freute sich unser Guide nur:“Uuuhhh…look, they are making love“, und er grinste, wie ein Honigkuchenpferd :-D !

Abgesehen von der Safari sind wir noch zur Quelle des Nils gefahren, haben dort das Rafting und das Bungeejumping gemacht und noch zwei Nächte gezeltet. Bungeejumping, als auch das Rafting waren schlicht weg umwerfend und machen definitiv Lust auf mehr. An den Viktoriafällen in Zimbabwe, zum Beispiel, kann man auch Bungeejumping machen, nur anstatt 45 Meter springt man dort ca. 100 Meter über dem Wasser ab :-) .

Ich glaube im Endeffekt sind wir beide von den zwei gemeinsamen Wochen begeistert gewesen und sie hatte auch ihre Schwierigkeiten wieder nach Deutschland zurück zu fliegen.

Seit Ani wieder zurück in Deutschland ist, plätschert mein Leben ziemlich gemütlich vor sich hin. Ich habe im Moment Ferien, habe letzten Montag meinen 20. Geburtstag  gefeiert und genieße das angenehme, von der Regenzeit geprägte, Wetter. In den nächsten Tagen werde ich für meine holländische Freundin Jita ihr Haus bewohnen, da sie in Europa Heimatsurlaub macht. Zwei Wochen westlicher Luxus mit tollem Sommerklima kommen auf mich zu und ich kann es kaum erwarten :) .

Vielleicht hat der ein oder andere von euch etwas über die Demonstrationen und Ausschreitungen in Uganda gehört. Ich habe einen Tag davon in Kampala mit erlebt, aber bin nicht in irgendeiner Weise betroffen gewesen. Weiter unten erläutere ich euch, wie es eigentlich zu dieser Staatskrise gekommen ist, in der wir uns jetzt befinden.

Wer das Geschehen im Internet verfolgen möchte führt sich den Daily Monitor mal zu Gemüte.

Schöne Grüße in die Heimat und einen angenehmen Sommeranfang wünsche ich euch :)

Uganda wacht auf?

Drei knappe Monate ist es mittlerweile her, dass Yoweri Museveni in seinem Amt als Präsident bestätigt worden ist. Er tritt nun seine vierte Amtszeit an und startet sein 26. Jahr als Präsident in Uganda.

Zeitgleich mit den Wahlen, sind in Uganda die Benzinpreise und Lebensmittelkosten stetig angestiegen. Von Februar bis April ist die Inflation von ca. 6 auf 14 Prozent angestiegen. Konkret bedeutet das zum Beispiel: 1 Liter Benzin kostet anstatt 1 $ jetzt 1,50$ und der Preis für 50 kg Bohnen, welches eines der Hauptnahrungsmittel ist, hat sich verdoppelt.

Präsident Museveni begründet die hohen Preise mit Lebensmittelknappheit, weil es zurzeit einige Dürren in Uganda gibt.

Die Opposition mit ihrem Führer Dr. Kizza Besigye beschuldigen allerdings die Regierung die Preise manipuliert zu haben, umso, zum Beispiel, Musevenis Wahlkampf finanzieren zu können.

Am 11. April hat Dr. Kizza Besigye einen sogenannten „Walk to Work“- Lauf gestartet, um gegen die steigenden Kosten und die korrupte Regierung in Uganda zu protestieren. Wie das Wort es sagt, ist er von seinem Haus zur Arbeit gelaufen anstatt mit dem Auto zu fahren. Von diesem Montag an, liefen jeden Montag und Donnerstag der Woche diverse Oppositionspolitiker zu ihrer Arbeitsstelle.

Den Politikern schlossen sich dann hunderte Anhänger auf der Straße an und haben sie begleitet. Bis zu ihrer Arbeitsstelle haben sie es allerdings noch nie geschafft, denn die Protestläufe werden jedes Mal von Polizei und Militär gewaltsam und mit großen Mengen an Tränengas aufgelöst. Offiziell werden diese Läufe als „illegale Versammlungen“ bezeichnet, weswegen die Polizei ihre Vorgehensweise rechtfertigt.

Seither sind hunderte verletzt, verhaftet und ca. 10 Menschen getötet worden. Regelmäßig werden die Leitfiguren, wie Dr. Kizza Besigye, verhaftet, dann aber am nächsten Tag gegen Kaution wieder frei gelassen.

Am 28. April hat sich allerdings eine sehr bedeutende Verhaftung zu gespielt: Besigye läuft wie jeden Donnerstag zur Arbeit, steigt dann aber auf das Auto um, weil die Polizei ihn dazu auffordert. Auf dem Weg ins Parlament wird das Auto von einem Polizeikonvoi angehalten, zwei Männer schlagen die Scheiben des Autos ein, sprühen aus nächster Nähe Pfefferspray in Besigyes Gesicht und nehmen gewaltsam und brutal fest.

Dieses Ereignis ist der Auslöser für die bislang schlimmsten Ausschreitungen am 29. April gewesen: in ganz Kampala errichteten Menschen Straßensperren, verbrannten Autoreifen und randalierten gegen die brutale Inhaftierung von Dr. Kizza Besigye. Die ganze Stadt war praktisch ausgeschaltet, der Verkehr war lahm gelegt, alle Geschäfte waren geschlossen und man hat überall Schüsse gehört. Die Polizei und das Militär haben dann, wie so oft schon zuvor, „aufgeräumt“ und hunderte Protestanten verhaftet. An diesem Freitag sind drei Menschen von der Polizei getötet und knapp 100 verletzt worden.

Am gleichen Tag ist Besigye nach Nairobi geflogen worden, weil das Pfefferspray ihm vorrübergehend sein Augenlicht genommen hat. Mittlerweile hat er sich aber wieder erholt und wird wohl bald nach Uganda zurück kommen.

Seither sorgt die brutale Verhaftung des Oppositionsführers immer wieder für Furore. Die Regierung beschuldigt ihn mit einem Hammer, der in seinem Auto gelegen haben soll, auf die Polizisten los gegangen zu sein – Besigye bestreitet das. Ein aufgenommenes Video zeigt einen Mann, der einen Hammer ins Auto schmeißt und weg läuft. Die Regierung bleibt jedoch stur bei ihrer Aussage, dass der Hammer schon im Auto gewesen sei.

Die Vorgehensweise gegen die friedlichen Protestanten erlangt weltweit an Aufsehen. Die USA haben auch schon die Regierung dafür kritisiert und sie aufgefordert einen humaneren Umgang mit dem Volk zu führen.

Wie lange die Proteste noch fortgesetzt werden ist ungewiss. Fest steht, dass sie fortgesetzt werden. Ebenso steht fest, dass der Druck auf Uganda wachsen wird, wenn die Regierung weiterhin die Protestanten so skrupellos behandelt, wie sie es bis zu Letzt getan hat.

Der ansteigende Druck und das größere Interesse an Uganda bringen unterdessen interessante Aussagen der Verantwortlichen zu Tage. So hatte Präsident Museveni auf die Frage, wo er Uganda zurzeit stehen sehe, wie folgt geantwortet:

“Uganda ist vermutlich das demokratischste Land der Erde [hat seine Augen weitgeöffnet], weil wir 238 direkt gewählte Sitze für die Parteien. Wir haben 112 Sitze extra für Frauen, 5 Sitze für behinderte Menschen, 5 Sitze für die Jugend und 5 Sitze für Arbeiter.”  – Yoweri Museveni in einem Interview in Nairobi am 30. April.

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Back for good :)

Mittlerweile bin ich schon seit fast zwei Wochen zurück von meinem Überraschungsabstecher nach Deutschland und habe mich  wieder gut an mein „altes Leben“ gewöhnt. Zwar war ich nur drei Wochen weg, aber in dieser vermeintlich kurzen Zeit hat sich hier verdammt viel getan.

Pünktlich zu meiner Rückkehr hat die Regenzeit angefangen, was ich sehr begrüße. So regnet es ca. jeden zweiten Tag einmal, wodurch sich die Temperatur sehr abkühlt und das Leben sehr erträglich hier macht.

Meine Gastfamilie musste umziehen, weil sie sich die zwei Räume neben mir nicht länger leisten konnten(es handelt sich um ca. 20 Euro pro Monat). Sie leben jetzt ca. 200 Meter entfernt von mir, abseits der vielbefahrenen Verkehrsstraße, abseits von Staub und schnellen Autos. Die Räume in denen sie nun leben haben so gesehen eine bessere Lage – allerdings keinen Strom. Ich lebe weiterhin in meinem bekannten Zimmer mit meiner Gastschwester, die den Raum neben mir bewohnt.

So hat sich für mich einiges geändert: Das frühere Familienleben, direkt vor der Haustür, ist nun verschwunden. Die Kinder sind nun auch alle weg, so werde ich in den nächsten vier mir verbleibenden Monaten auch nicht mehr so viele tolle Fotos machen können. Morgens und abends gehe ich mit Jannette hinüber zu Molly und Moses und esse mit allen dann, wie gewohnt, zusammen. Auch wenn es einerseits etwas traurig ist, dass ich das alte Familienleben nicht mehr so erleben werde, bringt mir diese Veränderung andererseits  auch viele Vorzüge und Freiheiten mit. Ich lebe nun zwar (relativ) alleine und auf mich gestellt, kann nun aber viele Dinge machen, die ich vorher eher weniger gemacht hab. Zum Beispiel will ich nun anfangen ab und zu für mich selber zu kochen. So habe ich mir letzten Samstag Rührei gebraten mit zwei Mucher Marmeladenbroten….mmmh :-)

Außerdem ist Molly, meine Gastmutter, zurzeit hoch schwanger und erwartet ihr insgesamt nun 7. Baby im April. Ähnlich wie bei Marissa hat sie sich die Schwangerschaft nicht gewünscht und beschreibt sie als „Unfall“. Sie ist auch mittlerweile schon fast 44 Jahre alt und gibt keine Muttermilch mehr, aber durch ihren starken christlichen Glauben, sind ihr Verhütungsmittel natürlich verboten…

Diese, für Afrika so typische Situation vor den eigenen Augen live mit zu erleben, hat mich schon ganz schön bewegt und ich habe sehr viel und lange über die Thematik nach gedacht – ohne zu einem Ergebnis zukommen.

Abgesehen davon hat sich auch in der Schule erheblich was getan. Meine Aktion „Lernen mit Schwein“ ist ein toller Erfolg (zumindest vorübergehend ;-) ) geworden und am Dienstag sind wir zur Schweinefarm gefahren und haben die Ferkel gekauft! Nach einer extrem schaukligen Fahrt sind die ca. vier Monate alten Ferkel relativ gut angekommen und haben sich in der letzten Nacht auch schon gut eingelebt. Ursprünglich wollten wir ja Ferkel kaufen, die erst zwei Monate alt sind, aber da unsere Farmerin keine mehr hatte, haben wir diese älteren genommen. Genau genommen ist es sogar besser für uns, weil wir die Schweine schon in ca. drei bis vier Monaten verkaufen können, also wenn ich noch in Uganda bin, und sie auch nicht so lange füttern müssen.

Zurzeit sind die Tage also sehr ereignisreich. Da wir alle nicht wirklich viel Erfahrung in der Kunst des Schweinezüchtens haben, lernen wir nun täglich dazu. Unsere Verkäuferin der Ferkel hat uns auch versichert, dass sie uns, wann immer wir Hilfe brauchen, zur Seite steht und unsere junge Farm auch ein paar Mal besuchen kommen wird. Und wenn wir die ausgewachsenen Eber dann verkaufen können, kann sie uns auch die Kontakte besorgen und uns beim Verkaufen helfen.

 

Ihr seht, es passiert viel :-) . Deshalb komme ich auch meistens erst gegen sechs aus der Schule zurück und bin nach dem Fußballtraining, was wir jetzt wieder angefangen haben (dank der alten Bälle des TSV Much ;-) ), total platt. Da bleibt dann meistens nur noch Kraft um eine Cola zu trinken oder ein bisschen zu entspannen :-P

Im Moment genieße ich einfach dieses lockere und leichte Leben hier in Uganda. Mein Trip nach Deutschland hat mir echt Energie gegeben und gezeigt, was ich hier alles schätzen gelernt habe. Vor allem, wenn ich daran denke, dass ich in einem halben Jahr schon anfange zu studieren und dann einen komplett anderen Alltag haben werde, bin ich echt froh, dass ich jetzt so unbeschwert leben kann. Folglich verbringe ich viele Wochenenden in Kampala, wie zum Beispiel das vergangene, an dem wir auf eine Abschiedsparty von einem amerikanischen Freund gewesen, der in seinem Haus(mit Swimmingpool und riesen Garten) mit 50 Leuten gefeiert hat. Es gab ein umwerfendes Buffet mit Baguette, französischem Käse, Lachshäppchen, Kaviar und Heinecken, Wein und alle möglichen Cocktails. Es war unglaublich! Das ist bis jetzt mein krassestes Erlebnis gewesen, bei dem ich die Differenzen zwischen Arm und Reich hier in Uganda am deutlichsten gesehen habe. Ausländer leben in Entwicklungsländern, arbeiten als „Experten“ für große Unternehmen, werden von ihren Heimatländern bezahlt und leben wie die Made im Speck! Es ist echt beeindruckend gewesen…

So verbringen wir unsere Wochenenden hier, hehe! Naja, ab und an mal zumindest ;-)

Es sind auch nur noch ca. zwei Wochen und dann kommt Ani mich besuchen. Ich bin schon an den Planungen dran und um euch ein bisschen neidisch zu machen, sind hier ein paar Stichpunkte: Bungeejumping an der Quelle des Nils – Rafting im Nil – 3 tägige Safari in den Murchison Falls National Park…etc. ;-) Ich bin echt gespannt wie sie dieses Land erleben wird, aber durch die Erfahrungen mit Victor bin ich überzeugt, dass es einfach legendär wird!!!

Gut, soviel erst mal von mir. Ich hoffe ich kann mit diesem kurzen Report wieder an die vergangen Einträge anschließen :-)

Genießt den Frühling, ihr Lieben!

basti

 

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Lernen mit Schwein

Endlich ist es soweit:

Das lang erwartete Schweineprojekt ist ausgearbeitet und wird nun unter dem Namen “Lernen mit Schwein” starten :-) !

Ihr könnt euch hier die Pdf-Datei runterladen. In ihr stelle ich die Schule vor und bringe euch die Gedanken des Projekts näher.

Ich würde mich super freuen, wenn ihr bei Eltern, Verwandten und Freunden Werbung macht, so dass so viele Menschen wie möglich von der Aktion etwas mit bekommen.

LernenmitSchwein

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Tansania’2011

Februar 2011 in Uganda – eigentlich ja nichts besonderes. Und doch wird’s langsam wieder Zeit Revue passieren zu lassen. Mein Januar ist viel zu schnell vorbei gegangen, was vermutlich daran lag, dass ich die ganze Zeit „on the road“ gewesen bin. Zusammen mit Victor habe ich eine fantastische Zeit in Tansania verbracht.

Er ist Freitags Abend angekommen und ich habe ihm am Samstag meiner Familie vorgestellt und ihm ein bisschen hier in Luwero herum geführt. Den folgenden Sonntag haben wir uns Motorräder geliehen (obwohl noch keiner von uns jemals zu vor gefahren ist) und eine Tour zum Lake Albert gemacht. Das hat den ganzen Tag gedauert (500 km), aber wir haben richtig was von der Landschaft gesehen – vom Spaß mal abgesehen ;-) .

Kilimandscharo

Zwei Tage später sind wir dann nach Tansania gefahren und haben uns an den „Kili“ gemacht. Wir haben uns die Machameroute ausgesucht, die zu den Anspruchsvollsten, aber auch zu den schönsten gehört. Sie trägt den schönen Namen „Whisky-route“, weil sie im Vergleich zu der Haupttouristenroute, der „Coca Cola Route“, recht schwer und auch nicht so kommerziell ist.

Unsere Crew bestand aus Victor, mir und einer sechs köpfigen Crew(ein Guide, drei Träger, ein Koch und ein „Kellner“). Zusammen mit unserem Guide haben wir uns am ersten Tag von 1400m durch den Dschungel auf bis 3200m geschlagen. Unterwegs sind wir immer wieder anderen Touristen begegnet, aber wie viele es dann tatsächlich waren, haben wir erst im ersten Camp gesehen. Grob geschätzt würde ich sagen 80 Touristen plus 200 Einheimische, die für die Verpflegung etc. zuständig waren. Unglaublich!

Am zweiten Tag haben wir dann den Regenwald hinter uns gelassen und sind weiter aufgestiegen. Je höher wir stiegen desto mehr veränderte sich das Landschaftsbild, es war wirklich beeindruckend! Im Camp auf 3800m haben wir dann einen unglaublichen Sonnenuntergang erlebt (siehe Fotos) und es hat auch das erste Mal in der Nacht gefriert.

Der dritte Tag wurde für die Akklimatisierung eingeplant: wir sind auf 4600m aufgestiegen und schließlich wieder auf 3800m hinunter geklettert. Meistens haben wir die Nachmittage im Nebel verbracht, an den Abenden ist es dann wieder aufgeklart, die Nacht war dann sternenklar und morgens sind wir mit der Sonne aufgestanden. An diesem Nachmittag war es wieder vernebelt und da wir relativ früh angekommen sind, habe ich die Zeit genutzt um unter einem Gebirgsbachwasserfall zu duschen :-)

Am darauffolgenden Tag erreichten wir unser „Basiscamp“, von dem wir unseren Gipfelsturm starteten. Auf 4600m hat man die Höhe schon richtig stark gemerkt. Mir hat der Schädel gepocht, ich hab meinen Appetit verloren und konnte nicht schlafen. Wir sind schon um 18 Uhr ins Zelt zum Schlafen gegangen, weil wir um 12 Uhr nachts aufbrechen mussten um den Gipfel, nach 6 stündigem Aufmarsch, passend zum Sonnenaufgang zu erreichen.

Wir stehen also gegen 11:30 Uhr auf, trinken Tee und ziehen uns super warm an. Ich habe Socken um meine Flaschen gezogen(damit das Wasser nicht friert) und vier Stunden zuvor noch eine Paracetamol genommen. Wir sind gegen zwölf aus den Zelten gestiegen und haben uns mit Hunderten, so schien mir, auf den Weg gemacht. Die Lichter, der Kopfleuchten, haben sich wie eine Schlange den Berg hinauf gezogen. So beeindruckend es auch war; von dem Moment, als wir das wir das Zelt verlassen haben, hat sich unser „Urlaub“ in wirkliche Qual gewandelt. Sechs nicht enden wollende Stunden sind wir von 4600m auf 5900m Hoch gestiegen. Ich glaube dies war die längste Zeit meines Lebens. Das Problem ist nicht die Höhe gewesen, sondern sich zu motivieren, weiter zu laufen. Auf dem Weg zum Uhuru Peak sind uns einige Touristen entgegen gekommen, die es in der Höhe nicht mehr ausgehalten haben.

Aber letzten Endes haben wir es bis auf die Spitze geschafft und standen gegen sechs Uhr morgen auf dem höchsten Punkt Afrikas (und dem höchsten freistehenden Berg der Welt). Als dann kurz darauf auch noch die Sonne aufgegangen ist, war das das Sahnehäubchen auf der Torte. Ich bin noch nie von Natur so beeindruckt und vor allem bewegt gewesen, wie an diesem Morgen!

Mir taten die Füße weh, es war unglaublich kalt und ich bin einfach nur müde gewesen. Dummerweise mussten wir den ganzen Weg wieder hinunter steigen – immerhin drei volle Stunden. Nach einer halben Stunde habe ich auch gemerkt, dass die Höhe mich auch nicht einfach verschont. Kurz: ich hab mich mehrmals erbrochen. Danach ging es zum Glück besser.

Nachdem wir unser BasisCamp erreichten holten wir eine Stunde Schlaf nach und sind dann drei weitere Stunden auf 3200m hinunter getrabt. Der restliche Abstieg ging dann auch relativ unspektakulär vonstatten…Der Appetit ist langsam wieder gekommen und die Kopfschmerzen verschwanden…

Jedem, der auch über eine Besteigung nach denkt, kann ich nur raten, die Höhe nicht zu unterschätzen…so, wie ich es gemacht hab ;-)

Serengeti

Gerade wieder runter vom Berg, startete am nächsten Tag auch direkt unsere vier tägige Safari. Zusammen mit Sara aus Montreal, Andrew aus London, einem Guide und einem Koch sind wir morgens in den Lake Manyara National Park gefahren. Obwohl dieser Park sehr klein war und wir, bis auf einen Elefanten und eine eitle posende Giraffe, eher wenige spektakuläre Tiere gesehen haben, so hat es mir doch echt Spaß gemacht – Schließlich ist es auch mein erster Game Drive gewesen.

Am nächsten Tag sind wir dann in die Serengeti gefahren. Allein die Fahrt zum Park ist atemberaubend gewesen. Ich hab mich gefühlt, als wäre ich in einem Film: grüne Berge im Hintergrund, davor riesige Grasflächen auf denen Gnus, Zebras und Giraffen grasten und vereinzelt runde Strohhüttenanordnungen (Massaidörfer). Wow…

Einmal im Park, habe ich sofort verstanden, warum dieser Nationalpark einer der berühmtesten der Welt ist: endlos scheinende Ebenen auf denen bis 1,8 Millionen Gnus grasen. Daher kommt auch der Name „Serengeti“: übersetzt bedeutet er „weites Land“.

Diese zwei Tage waren der Wahnsinn: unter einem Baum schlafende Löwen, kämpfende Elefanten, ein Leopardenweibchen mit ihrem Jungen auf einem Baum, den Sonnenaufgang in der Serengeti, eine Löwenherde auf einem Baum und ein schlafender Leopard ebenfalls auf einem Baum!!!…Ich denke, die Fotos machen deutlich, wie atemberaubend und schön es gewesen ist.

Die letzte Nacht haben wir in einem Camp verbracht, das am Rande des Ngorongoro Krater liegt. Kurz nachdem wir angekommen sind und unsere Zelte aufgebaut haben, hat uns ein neugieriger Dickhäuter besucht: fünf Meter von uns entfernt hat es ihn überhaupt nicht gestört, wenn wir ihn fotografierten. Nur ein Engländer, der ihm zu nah gekommen ist, hat mal ne Rüsselschelle kassiert :D

Unseren letzten Tag der Safari haben wir im Ngorongoro Krater verbracht. Mit ungefähr 200km² soll er mit die höchste Dichte an Tieren in Afrika aufweisen. Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir in unserem Jeep und fuhren schon den Krater hinunter. So viele beeindruckende Möglichkeiten Tiere anzuschauen hat es jetzt nicht gegeben – schließlich waren wir aber auch extrem verwöhnt gewesen, mit dem was wir tags zuvor gesehen hatten –, aber wir haben eine Löwenherde gesehen, die direkt vor unserem Auto den Weg passiert hat, und außerdem noch mehrere Nashörner. Damit waren unsere „Big Five“ vollständig. Sie setzen sich aus dem Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn zusammen. Kurz: die Tiere, die am meisten in der Vergangenheit gewildert wurden.

Tja, so hat unsere Safari geendet. Wenn ich mir jetzt meine Fotos anschaue, komm ich aus dem Staunen kaum raus. Aber was bleibt, sind die Erinnerungen an eine unglaubliche Zeit in Tansania…

Wieder zurück in Uganda geht für mich jetzt wieder die Schule los. Das bedeutet: Arbeit. Denn wir stehen vor mehreren großen Problemen und Herausforderungen. Das größte wird wohl sein, das Loch im Budget zu stopfen.

Dazu werde ich nächste Woche eine Spendenaktion für ein Schweineprojekt starten. Das werde ich aber alles dann hier auf meinem Blog veröffentlichen. Erwartet also den nächsten Beitrag in naher Zukunft :)

Bis dahin wünsch ich frohes Frieren in Deutschland!!!

Fotos:

http://bastiuganda.wordpress.com/2011/02/05/tansania2011/auf-3600m/

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